Wie mein Karibikurlaub eine Komplettbaustelle aus mir machte
Sechs tolle Wochen Mexiko standen auf meinem Reise-Programm und ich konnte es kaum erwarten, soviel wie möglich von diesem riesigen und spannenden Land zu sehen. Der Plan ging auch auf, ich hab nämlich alles in allem an zwölf Stationen Halt machen können und tat vor allem eines: laufen.
Aber nicht einfach normal herumlaufen, wie ich das auch zu Hause tue – nein, laufen in Sandalen natürlich, schließlich waren es ja immer gepflegte 30 Grad im Schatten.
Ganz klar, dass während der ersten Wochen, in denen die Socken den Sandaletten weichen, auch wieder Blasenhochsaison ist. Bei mir gehören sie dazu wie alte Freunde, weshalb ich auch immer mit einem ganzen Arsenal an Pflastern losfahre. Sogar meine Mutter weiß von meinem Leiden und war so lieb mir vor der Abreise noch diese nette Botschaft mitzuschicken:
Gott sei Dank schreibe ich ja für Looking Good, da ist der Vorrat an Pflastern aller Art quasi unbegrenzt, mein ganzer Schrank ist voll von großen und kleinen, durchsichtigen und lustig bedruckten Pflastern, Pflasterspray, Blasenpflaster, usw. Mit den Worten: “Probier mal die hier, die sollen sogar Tauchgänge mitmachen.” schickten mir die lieben Kollegen vom LGNMW-Team dann diese hier zu:
“Super Sache, tauchen gehen wollte ich ja eh.” dachte ich mir und steckte zwei Packungen Hansaplast Schnelle Heilung in meinen Kulturbeutel. Natürlich zusammen mit durchsichtigen Gelpflastern und den guten, dünnen Invisible Protection.
Nur drei Tage nach meiner Ankunft sahen meine Füße dann schon so aus:
Natürlich tat dieses meinem Tatendrang keinen Abbruch und vor allem mein Tauchvorhaben stand nch wie vor an oberster Stelle. Schließlich hatte ich bereits allen Lieben daheim vorgeschwärmt, dass ich an meinem Geburtstag in der Karibik tauchen würde, da konnte ich jetzt keinen Rückzieher machen, nur um stattdessen faul am Strand liegen zu können.
Da es schon eine Weile her war dass ich zu letzt getaucht bin, musste ich erstmal einen Refreshment-Kurs im Pool mitmachen, wo ich mit einem charmanten Dänischen Tauchlehrer, der durchaus gutes Modelpotential hätte, noch einmal alles Wissenswerte durchging. Obwohl so ein Nassanzug schon eine ganz gute Figur machen kann, war ich vornehmlich besorgt um meine gebleichten Haare. Wer hat sie nicht gehört, die Horrorstories um Poolwasser und gefälschte Blondschöpfe? Wie soll ich denn mit grünem Haupthaar attraktive Tauchlehrer beeindrucken? Die Antwort ist natürlich: Garnicht. Allerdings darf ich freudig verkünden dass meine Haare nichtmal annähernd die Farbe wechselten, auch wenn ich, alles in allem, dennoch ganz schön blöd aussah mit meiner Taucherbrille und Schnorchel:
Zu meinem großen Bestürzen konnten wir an dem Tag dann doch nicht mehr ins Meer wegen zu unruhigem Wellengang.
Aber eigentlich war das Schlimmste an meinem Geburtstag nicht etwa meine Füße oder meine Haare, sondern der komplette Teil dazwischen. An eben diesem Tag bin ich nämlich aufgewacht und erblickte im Spiegel dass ich von Kopf bis Fuß übersäht war mit roten Flecken! Bettläuse! Geschätzte 300 Bisse, vor allem auf Armen und Beinen waren mit Sicherheit das so ziemlich schlimmste Geburtstagsgeschenk was man mir hätte machen können.
Ich will euch das Übel nicht voll ausbreiten, aber hier ein Eindruck von meinen Flecken:
Ganz schön rot und gant schön angeschwollen, aber nichts was 3 Tage Hydrocortison-behandlung nicht wieder hinbiegen könnte.
Punkt ist, mein Geburtstag dieses Jahr war gespickt mit Tücken und Hindernissen die es schwer machten trotz allem gut auszusehen. Allerdings genügte nur ein Blick auf die Aussicht und das Lächeln in meinem Gesicht war wieder vollständig hergestellt.



















4 Kommentare
weneedthat SAYS:
oh mein Gott sieht das schrecklich aus, du Arme!! Ich wäre wahnsinnig geworden… trotzdem danke für den lustigen und unterhaltsamen Bericht, hoffe es war trotzdem schön
LG
27. April 2011 um 20:13
May SAYS:
Ich verstehe dein Problem mit den Beinen soooo,
Ich sehen IMMER so aus, weil ich Neurodermitis und so habe.
Also meine Flecken sind nicht so groß, aber viele kleine sehen auch nicht so toll aus.
Schrecklich
1. Mai 2011 um 15:54
snowwhite SAYS:
Du arme, das mit den Bettwanzen ist echt fies. Einer Freundin erging es mal ähnlich. Auch sie musste beim Arzt behandelt werden wegen dieser Wanzenbisse.. Auf dem letzten Bild siehst du dennoch sehr zufrieden aus – tapfer tapfer
.
4. Mai 2011 um 12:28
Evii SAYS:
Na, da konntest du dich ja so richtig von deiner besten seite zeigen
6. Mai 2011 um 13:59
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