6. Dezember 2010, 20:26 / Fauxpas Insider

Neue Frisur – wie finde ich das passende Make-Up?



Meinen Haaren gebühren derzeit Glückwünsche, sie sind nämlich seit genau einem Jahr blond. Um dies zu feiern gingen ich und meine platinblonden Zotteln letzte Woche zum Friseur um sie etwas aufzupeppen. Fescher Bob gepaart mit trendy Farbton – eine Mischung aus silbergrau mit Spuren von Honigblond und irgendwie auch etwas lila. Schwer vorzustellen, sieht aber ganz gut aus, siehe hier:

Zugegeben, dem Leien mag nicht auffallen dass es vorher viel anders war, nämlich so:

Der extra Graustich macht allerdings schon einiges aus. Genug, um Anlass zum Nachdenken zu geben wie ich mein Make-up künftig darauf abstimmen sollte. Seit jeher trage ich fast religiös schwarzen Liqid Eyeliner, Mascara und knallroten Lippenstift, aber irgendwie passt dieser Look nun nicht mehr. Eben genanntes Make-up hat nämlich bei mir immer einen etwas Pin-Up-anmutenden Effekt und Pin-Ups haben nun mal keine aschblonden, kinnlangen Bobs. Ein neues Make-Up musste also her. Ich stand nun abends, vor dem Ausgehen vorm Spiegel und fragte mich – was nun? Geschwungener, schwarzer Eyeliner? – Wirkt komisch. Roter Lippenstift? – Völlig unpassend. Mascara? – Phew, wenigstens die sieht noch gut aus. Natürlich bin ich nicht direkt in Panik ausgebrochen, aber ich schon mit einem leichten Hang zur Verzweiflung sämtliche Lippenstifte ausprobiert die ich finden konnte. Fazit? – Orange sieht interessant aus, passt aber leider nicht zu jedem Outfit. Sämtliche Rottöne wirken befremdlich und Pink ist ganz cool, solang es knallig ist.

Dies wurf in mir die Frage auf – wie findet man denn heraus welches Makeup einem am besten steht wenn man einmal seinen Typ verändert hat? Diese Frage habe ich in den letzten Tagen vielen gestellt – Make-up Artists, Friseuren, Stylisten und “stinknormalen” Freundinnen. Als Fotografin arbeite ich natürlich mit vielen Profis in Sachen Make-Up zusammen von denen der generelle Tenor meinte, verständlicherweise, dass es kein Pauschalrezept dazu gibt wie man seinen neuen Style findet, aber ein paar Vorschläge hatte jeder und die wollte ich euch gerne einmal vorstellen.

1. Frag deinen Friseur. Ein guter Friseur ist ausgebildet in Sachen Make-Up und sollte dich beraten können wenn er dir einen neuen Look verpasst, sei es Schnitt, Haarfarbe oder beides.

2. Ausprobieren. Wenn du kein großes Sortiment an Schminke zu Hause hast, geh einfach in ein Fachgeschäft in dem du nach Lust und Laune verschiedene Lippenstifte und weitere Produkte ausprobieren kannst. Es lohnt sich auch eine Verkäuferin zu fragen was dir stehen könnte.

3. Google. Ich wühle mich auch schonmal einen Abend lang durch Bilder in Google die auftauchen wenn ich nach Make-uptrends für meine neue Haarfarbe suche und icht selten finde ich dabei ein paar wirklich interessante Denkanstöße.

4. Magazine. Ob es nun Hochglanzmodemagazine oder Haarmagazine sind, ist eigentlich egal. Wenn man seine Frisur in Modemagazinen wiederfindet ist diese wahrscheinlich mit relativ extremem Make-Up kombiniert, was nicht heißen soll das einem so etwas nichts bringt. Man kann sich immer noch an den Farben orientieren die auf Augen und Lippen benutzt wurden und dann selbst an einer milderen Version für sich herumexpimentieren.

5. Augen auf! Am liebsten hole ich mir meine Inspiration noch immer von der Straße. Höchstwahrscheinlich gibt es noch andere Mädels mit deinem Schnitt oder deiner Haarfarbe und vielleicht haben die ja den Dreh schon raus? Wem es auf der Straße zu schnell geht oder wer in einer kleinen Stadt ohne viel haarige Abwechslung wohnt, für den lohnt sich auch ein Blick auf die Street Fashion Blogs dieser Welt, so wie Facehunter, Sartorialist, Garance Dore, Vanessa Jackman oder mein eigener – Glamcanyon. Da gibt es viele interessante Menschen zu bestaunen, von denen auch viele interessante Frisuren und passendes Make-Up vorweisen können.

Was habe ich nun für mich und meinen neuen Look gelernt, fragt ihr euch vielleicht? Am liebsten trage ich nun Natur. Nur Mascara, den Rest macht meine schöne neue Frisur.

Wie findet ihr euren neuen Look nach einer Typveränderung?

4 Kommentare

  • Lynne SAYS:

    Ich möchte noch mehr von deinem lila Haar sehen! Und mit einem satten Pink mit starkem blauen Anteil, kann ich mir deine Haarfarbe auch sehr gut vorstellen. Du weißt, ich bin nach wie vor Fan von deinen “platinblonden Zotteln”. x

    7. Dezember 2010 um 21:04

  • sunflower SAYS:

    Hübsche neue Frisur.
    Den neuen Look findet man am besten in dem man einfach ausprobiert, denn man sollte sich in seiner Haut wohl fühlen. Und natürlich Ideen sammeln aus Magazinen, Internet oder eben auf der Straße beobachten.

    VG

    8. Dezember 2010 um 14:20

  • Diana SAYS:

    Der Blick auf dem zweiten Foto ist ja cool. ;)
    Mir gefallen beide Frisuren an dir gut, obwohl die neue dich viel frecher wirken lässt.
    Ich bin ja auch schon seit Jahren Bob-Trägerin und kann mir eine andere Frisur oder Farbe an mir so gar nicht vorstellen.
    Ganz liebe Grüße

    22. Dezember 2010 um 14:28

  • Aleysha SAYS:

    Tolle Haarfarbe! Nun sieht der lackrote Lippenstift wirklich nicht mehr gut aus, der passte wohl eher zu Deinen ursprünglich dunklen (?) Haaren. Mein Vorschlag: Pinkes Gloss, nichts mehr (weil die dunklen Augen in dem hellen Gesicht mit den hellen Haaren schon sehr stark wirken). Auf jeden Fall kühle Farben, keine warmen.

    Als ich aufhörte, meine Haare glattzuföhnen (ich bin mittlerweile 20% grau und die Grauen sind lockig), musste ich sogar meinen Kleiderstil etwas umstellen, weil ich plötzlich geradezu romantisch-weiblich gewirkt habe und mein bisheriger Herren-Style schlagartig nach Verkleidung aussah. Ich habe ganz vorsichtig angefangen und mir eine einzige leopardengemusterte (!) weiche Seidenbluse (!! – keine knackige, gut sitzende, längsgestreifte Hemdbluse mehr – wassollndas??) gekauft. Ich bekam viele Komplimente für den Look, aber ich mag ihn immer noch nicht so ganz, ich fühle mich so verletzlich damit. Vintage-Versace hin oder her, ich vermisse meinen “Panzer” und suche (etliche Blusen, Jacken und Rippenpullis später) immer noch nach einer Lösung.

    10. Februar 2011 um 09:34

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