Make-up, aber bitte typgerecht
Die Frage, die mir am häufigsten in der Beauty- und Blogger-Welt begegnet, lautet: “Welches Make-up passt zu mir?” Und ich werde nicht müde zu antworten, dass Make-up nicht in strikte Regeln zu gliedern ist und eine individuelle Sache. Die bekannten Farbraster à la Sommer- und Wintertyp scheinen schon lange überholt. Dennoch spielen Teint, Haar- und Augenfarbe oder auch die Gesichtsform eine wichtige Rolle.
Folgen wir einem kleinen Leitfaden:
Von Natur aus blondes Haar kommt oft mit zartem, eher hellen Teint und blauen oder grünen Augen einher. Vor allem Brauntöne von Haselnuss bis Mokka bieten sich an und harmonieren gut. Bei Mascara nicht unbedingt zu tiefem Schwarz greifen, auch wenn Blonde oft mit hellen Wimpern zu kämpfen haben. Braune Wimperntusche nimmt dem Augenaufschlag die Härte, verdunkelt die Wimpern aber in den meisten Fällen noch immer genug. Ein Hauch von Farbe zaubert hingegen Koralle ins Gesicht, zum Beispiel auf den Wangen.
Rothaarige haben ebenfalls in den meisten Fällen eher hellen Teint, der jedoch oft einen leichten Rosastich aufweist. Dazu kommen Sommersprossen. Mag man diese nicht leiden, sollte man dennoch nicht versuchen, sie krampfhaft zu verdecken. Puder-Foundations mit mittlerer Decktextur nehmen die natürlichen Pigmentflecken zurück, ohne im Alltag die Haut unter einer dicken Schicht Make-up zu begraben. Auch kann man mit einem Concealer punktuell abdecken, wenn man etwas mehr Deckkraft wünscht. Einen eventuellen pink- oder rosalastigen Unterton in der Haut, lässt sich mit gelbbasierter Foundation neutralisieren. Im Farbenspektrum sollte man sich bei Honigtönen einmal umschauen. Besonders empfehlenswert sind sie für die Lippen, nur nicht zu matt oder übermässig deckend sollten sie sein.
Bei brünettem Haar sind Teint und Augen oft ein wenig dunkler und mit einer warmen Unternote. Versucht es einmal mit Violett, Mauve oder Aubergine für Augen oder Lippen. Diese Farben lassen den Teint noch klarer wirken. Damit der Gesamteindruck nicht eintönig oder flach wirkt, könnt ihr die Augen beispielsweise einen Hauch dunkler schminken als eure Lippen oder umgekehrt. Auf den Wangen darf es hingegen gerne etwas rotstichig sein. Je dunkler eure natürliche Hautfarbe, umso mehr Rotanteil darf im Rouge enthalten sein. Cream Blush hat gegenüber Puderprodukten den Vorteil, dass es sich transparenter verteilen lässt und natürlicher wirkt. Auch ein Highlighter, der einen zarten Glow schenkt, sitzt auf etwas dunklerem Teint oft besonders gut, ohne zu übertrieben auszusehen.
Wer völlig schwarze Haare hat, hat oftmals ebenfalls entweder einen sehr blassen oder sehr warmen Hautton. Hier ist besonders viel Fingerspitzengefühl gefragt. Blasshäutchen können ihrem Teint in der Tat mit etwas Bronzer auf die Sprünge helfen, aber weniger ist mehr. Nicht übertreiben und nur zart einsetzen, zum Beispiel zum Modellieren von Wangen oder Kinn. (So können runde Gesichter auch optisch etwas schlanker gezaubert werden!) Wer olivefarbene Haut hat, kann auf zusätzliche Bräune meistens verzichten. Mit Highlightern werden hier natürliche Formen betont. Für Augen und Lippen probiert ruhig einmal selbstbewusst Orangetöne von Mango bis Kürbis aus. Ihr könntet überrascht werden, denn Orange nimmt olivefarbenem Teint die Müdigkeit.
Das ultimative Geheimrezept gibt es nicht. Probiert einfach mal verschiedene Farben aus, selbst die, zu denen ihr vielleicht gar nicht instinktiv gegriffen hättet. Am Ende ist es nur Make-up und lässt sich immer wieder abwaschen, aber ihr erhaltet ein Gefühl, welche Farben euch stehen und vor allem – womit ihr euch wohl fühlt.












9 Kommentare
Miriam (Fantakuss) SAYS:
Ich glaub ich werde mein Leben lang noch testen was mir steht und was nicht
Ich probiere gerne etwas aus! Ich bin braunhaarig und greife oft zu kühleren Farben aber eher unbewusst! Braun mit silbernen Schimmer wandert immer wieder ins Körbchen! Achja und ich bin gerne mal overblushed 
Mein Make-UP ist sicherlich nicht typgerecht aber I “like.”
LG
Miriam
22. Februar 2011 um 15:33
Lynne SAYS:
Wenn man experimentierfreudig ist und Spaß am Ausprobieren hat, wird man gewiss vielem eine Chance geben. Fide es aber durchaus spannend, wenn du z.B. schreibst, du bist auch gern mal “overblushed” – und warum auch nicht, wenn es zu dir passt und du das auch ausstrahlst, indem du dich einfach wohl fühlst. Das ist das Wichtigste! Ich persönlich mag z.B. wenn der Lidschatten auf dem Augenlid ein wenig “verrutscht” und dadurch eine ganz eigene Textur entwickelt, die man gar nicht schminken kann, die “einfach so passiert”. Das kann interessant sein je nach Make-up oder Look. Und das halten viele ebenfalls für eine große “Makeup-Sünde”.
22. Februar 2011 um 15:41
birdyblue SAYS:
Also ich gehöre zu den rothaarigen Fraktion mit Sommersprossen, allerdings mag ich diese sehr gerne und im Winter verschwinden sie bei mir sowieso von selbst
23. Februar 2011 um 13:42
Sonja Schuh SAYS:
Ich mag mich am liebsten mit einer dezenten Bräune
Aber stimmt schon, Make UP muss zum Typ passen, habe da schon schreckliches gesehen ….
25. Februar 2011 um 21:15
buntewollsocke SAYS:
Gerade bei Lidschatten bin ich sehr experimentierfreudig und freue mich daran, wie es einen verändern kann, wenn man plötzlich noch viel strahlendere Augen hat. Auch bei Blush bin ich Fan der Fraktion Apfelbäckchen. Warum? Ich habe diese von Natur aus ebenfalls und tja …
3. März 2011 um 12:04
Caro SAYS:
Dunkelrote Haare & gelbstichige Haut.. ich liebe Dunkelgrün und Braun auf den Augen.. koralle auf den Lippen und rötliches oder bräunliches Rouge.. Passt alles nicht ganz zusammen aber gut dosiert ist es schön
Aber was für Foundation/Puder/Concealer ich jemals toll finden werde, frag ich mich auch noch!
3. März 2011 um 15:35
Verena SAYS:
Ich persönlich, bin auch recht experimentierfreudig. Aber eher mit neutralen Tönen, mit denen man, wie ich finde auch richtig schöne Looks zaubern kann. Mein Problem ist eher, das ich Schlupflider habe und da manchmal nicht so genau weiß, wie ich die Augen trotzdem schön schminken kann, ohne das sie noch kleiner aussehen. Ob da schon ein Lidstrich zu viel ist, oder es okay ist.
Ein schöner Artikel! Alles Liebe, Verena
3. März 2011 um 15:40
Karla SAYS:
ehrlich gesagt habe ich nerst nicht verstanden was overblushed ist, nach langem Suchen bin ich fündig geworden und muß sagen, wer ist nicht gerne overblushed, auch wenn oft weniger mehr ist, lege ich auch gerne mal etwas mehr auf
22. März 2011 um 08:36
liyah SAYS:
ich werde wohl auch nie wirklich wissen was ich für ein typ bin.
selber finde ich dass ich sehr blass bin aber nicht im sinne weiß sondern eher grünlich gelblich und extrem schnell dunklge augenringe kriege …. ich habe lange dunkle locken und grün/okka augenfarbe was von den lichtverhältnissen abhänig ist ^^ also ganz eigenartig
andere sagen oft dass ich doch sehr gebräunt bin….
schwer einzuschätzen:-) aber ich versuchs mal mit den aubergine farben und dem rotstichigen ruge
13. April 2011 um 20:26
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