Kleine Dinge = Große Wirkung
Der Teufel steckt im Detail, heißt es. Ich glaube daran. In Sachen Aussehen sind es erst einmal die offensichtlichen Dinge (gute Figur, Styling, Make-up und so weiter), von denen wir glauben, dass wir sie am deutlichsten wahrnehmen; aber da gibt es noch die kleinen Extras, die einem, wenn man sie beherzigt, einen Extravorteil einspielen – eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl, eine Anziehungskraft, die das Gegenüber nicht ganz einordnen kann.
Ungepflegte Nagelhaut
Jedes Mal, wenn meine Nägel frisch gemacht sind (ob zu Hause oder im Nagelstudio), bekomme ich Komplimente für mein Aussehen. Eine Freundin aus dem hintersten Virginia sagte mal zu mir: “Mit manikürten Händen sieht einfach jeder besser aus.”.
So viele – zu viele – junge Mädchen tragen sich mit der irrigen Annahme, dass sie mit hängenden Schultern so aussähen wie die gertenschlanken, mysteriösen Models aus der „CK One“-Werbung. Das ist ein Irrglaube. Sie werden vielmehr aussehen, als litten Sie unter einer Verkrümmung der Wirbelsäule. Die Haltung zählt! Steh gerade – Schultern zurück, Bauch rein, Kopf hoch und keine Arme und Beine, die wie Fremdkörper an Dir hängen – dann siehst Du besser aus, größer und schlanker (und das stimmt wirklich). Und dann knie nieder und danken Gott dafür, dass er Dich nicht mit einem Rückenleiden gestraft hat.
Das hier betrifft mich ebenso wie uns alle, aber, meine Damen: Wann immer Ihr Eure Haare nicht romantisch-windzerzaust nach hinten tragt (das heißt ohne – und ich meine ohne – sichtbaren Scheitel), dann widmet bitte eurem Scheitel besondere Aufmerksamkeit. Er soll schnurgerade sein. Haare sehen ungepflegt oder schlicht schmutzig aus, wenn der Scheitel mal hier und mal da auftaucht – nicht sexy. Sogar Kate Moss sieht mit einem ordentlichen Scheitel gleich viel sauberer aus.
Augenbrauen geben Deinem Gesicht einen Rahmen. Sie zu vernachlässigen, steht nicht zur Debatte. Wenn Du mit blondierten Augenbrauen gut aussehiest (wie zum Beispiel Lara Stone) – toll! Dann hast Du nicht viel zu tun. Für alle anderen gilt: Bringt sie in Form (und lasst das wenigstens einmal von einem Profi erledigen, damit ihr wenigstens eine reelle Chance habt). Wenn es sein muss, können Augenbrauen mit einem Kajalstift in kurzen Strichen aufgefüllt werden, oder man benutzt einen Mix aus Lidschatten und Wasser, aufzutragen mit einem gebogenen Bürstchen. Das dauert nur Sekunden, aber Dein ganzes Gesicht sieht dadurch wacher und strahlender aus.
Raue Ellenbogen lassen Dich aussehen, als würdest Du versuchen, zwei kleine Echsen in Deinen Ärmeln zu schmuggeln. Der Blick auf die Rückseite der Arme einer klassischen Lady darf niemals eine schuppige Tragödie enthüllen, und selbst das kleinste Stückchen schorfiger Ellenbogen wird jedes Kleid, und sei es noch so schön, seiner Wirkung weitgehend berauben (es sei denn, das Kleid hat lange Ärmel). Ellenbogen brauchen ein regelmäßiges Peeling und viel Feuchtigkeit (Peeling-Creme oder nimm eine halbe Zitrone, streue etwas Zucker darauf und reibe Deine Ellenbogen damit ab – das hellt auf, macht weich und entfernt abgestorbene Hautzellen, alles in einem Schritt).
Die Bindehaut der Augen kann gelblich wirken, vor allem, wenn Du bestimmte Farben für Dein Augen-Make-up verwendest. Der einfachste Weg, mit „rauchigem“ Lidschatten geradezu elend (oder bestenfalls müde) auszusehen, ist eine Kombination mit gelblichen oder roten Augen (die man beim Schminken schnell bekommen kann) oder gar beidem. Wenn Du Augentropfen verwendest, erscheint Deine Bindehaut weißer (diese jedoch bitte nicht zu oft und nicht regelmäßig benutzen).
Schau den Leuten in die Augen und man wird dich sofort als selbstbewusster und – ja, wirklich – attraktiver wahrnehmen. Kein Scherz. Außerdem bist Du so gezwungen, eine aufrechte Haltung einzunehmen, daran musst Du so also schonmal nicht mehr denken.
Haaransätze sollten abgedeckt werden, oder die Frisur muss wie bei Sarah Jessica Parker von Sex and the City aussehen – ich meine die Folge, in der sie den stark überfälligen Haaransatz in ihrer blonden Mähne zu einem modischen Statement macht. In allen anderen Fällen lässt Dich ein herausgewachsener Haaransatz altern – und das nicht so attraktiv wie Isabella Rossellini – und Dein Haar fettig aussehen, wenn der Haaransatz dunkler ist als der Rest.
Last but not least…
Gesichtsbehaarung lenkt von der übrigen Erscheinung ab, egal, wie lange Du einem Blick standhalten können, und zwar mehr als ein tief dekolletiertes Oberteil mit üppigem Busen. Wie gelähmt werden alle sein, aber nicht von Deiner tadellosen Erscheinung und mystischen Anziehungskraft, sondern von dem kleinen Flaum auf Deiner Oberlippe. Dann heißt es Bleichen und Abschneiden (manchmal muss das wirklich sein) oder ganz entfernen, mit Enthaarungscreme, einem Faden oder Wachs (nicht rasieren!). Wir leben in einer Welt, in der die Menschen glauben, dass Frauen naturgemäß haarlos sind. Klar könnte man jetzt sagen, neueste Nachrichten, Jungs, wir sind von oben bis unten voller Haarfollikel, genau wie ihr. Aber ein unansehnlicher Oberlippenbart hat deshalb trotzdem noch niemanden weitergebracht.
Und mit diesen Worten verabschiede ich mich von all denen unter Euch, die sich aus solchem Kleinkram nichts machen.












12 Kommentare
ZigggyStardust SAYS:
wie recht du hast…
1. April 2010 um 21:10
Loredana SAYS:
Super Artikel! (:
7. April 2010 um 17:18
Jessica SAYS:
Danke for the comments… some people think these things take too long to do but if you just pay attention to the little stuff every day for a few minutes, it does make a big difference! Let me know if you have any other tips or tricks to add to this list! xx Jessica
7. April 2010 um 18:09
Zimt-Peppermint SAYS:
Der Artikel ist wirklich hilfreich, toll geschrieben und absolut informativ =)
Danke.
16. April 2010 um 15:22
Natascha SAYS:
Ach, sowas find ich dann doch etwas übertrieben. Ich denke, jeder hat selbst darauf zu achten, wie er aussieht und ich finde andere Dinge wie beispielsweise rissige Lippen viel schlimmer als ungepflegte Nagelhaut..
1. Mai 2010 um 18:10
Anna SAYS:
Hallo!
In ein paar Punkten dieses Artikel hast du vollkommen Recht (z.B. wegen der Haltung). Aber dennoch finde ich, besonders den Abschlussatz, etwas unhöflich, provozierend und intolerant formuliert. Nicht jede Frau macht sich etwas aus diesem “Kleinkram”, und auch nicht jede Frau hat es nötig oder es sieht schlimm an ihr aus (ein zierlicher Flaum an der Oberlippe kann auch süß sein!). Man sollte sich pflegen, aber dennoch nicht oberflächlich werden.
Liebe Grüße
1. Mai 2010 um 20:02
Eva SAYS:
schöner, inspirierender Artikel *sich die Ellenbogen eingremt*
Vielen Dank
2. Mai 2010 um 10:57
Beautywoome SAYS:
Zimt-peppermint, Gern geschehen.
3. Mai 2010 um 14:25
Beautywoome SAYS:
Natascha, true, manches scheint weniger wichtig als andere, aber, addiert, all diese kleinen Dinge, die einen Unterschied machen. Das es nicht klar, aber dann wieder, sind einige der besten Dinge, die wir für uns selbst (rechts essen, Bewegung, etc.), kann nicht offensichtlich auch und machen uns schauen und sich wohl fühlen.
3. Mai 2010 um 14:28
Beautywoome SAYS:
Anna, ich bin nicht einverstanden. Ein Schnurrbart auf der Oberlippe (andere als die kleinen, fast unmerklichen Haare haben wir alle) nicht gut aussehen. Und nicht, dass ich bin damit einverstanden, dass Frauen nach dem Aussehen beurteilt werden sollte, aber sie sind! Darüber hinaus die einzige Frau, die ich je erlebt suchen mit einem Schnurrbart und Lippenstift gut ist Frida Khalo. Ich warte noch auf einen anderen zu sehen …
3. Mai 2010 um 14:33
MaryRead SAYS:
in vielerlei punkten stimme ich dir ueberein, führwahr koennen alle diese punkte ein negatives erscheinungsbild verstaerken… und jetzt kommt das große aber. naemlich wie geht frau mit dem um was du als versteckten teufel des details bezeichnest und spontan ist mir da eine ganz großaritge unglaublich schoene frau eingefallen: frida kahlo.
mit bart und nur einer augenbraue… so it’s just a point of view
3. Juni 2010 um 07:59
Beautywoome SAYS:
Maryread, thanks for the comment. I agree that many women are spontaneously, naturally beautiful. But even they do things that you don’t see behind the scenes. Frida cultivated that facial hair (and, as a side note, she is the ONLY woman ever used as an example for beautiful woman with facial hair. Ever. I have never ever heard of another example. Therefore, she is the exception (the only one as far as I know), not the rule) and her unibrow was an overt act of rebellion, so more of a political weapon than anything else. And, as an artist (not to get too controversial) she was already a peripheral figure in society (although simultaneously well known). If she were a secretary in a telegraph office, she probably would have had to pluck it.
3. Juni 2010 um 17:29
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