Die vielen Gesichter der Echo Morgan
Als Modefotografin und Bloggerin ist es für mich selbstverständlich, dass ich ständig nach Inspiration suche. Auf meinem Computer habe ich einen prall gefüllten Folder mit Fotosvon Menschen, denen ich täglich im Internet begegne, welche mich beeindruckt, angeregt oder interessiert haben. Ein immer wiederkehrendes Gesicht in diesem Folder gehört einer jungen Frau aus London namens Echo Morgan.
Ich war gerade frisch nach London gezogen, da traf ich Echo zum ersten Mal durch gemeinsame Freunde. Ich war sofort von ihr fasziniert, vor allem von der Tatsache, dass jemand der soviel Kreativität und Zeit in immer originellere Outfits und Makeups investiert, auch noch so charismatisch, nett und bescheiden sein kann.
Ursprünglich aus Chengdu in China, kam Echo mit 20 Jahren nach London, um Kunst zu studieren – am berühmten Central St Martin’s College. Obwohl ihre eigentlich Berufsbezeichnung Illustratorin und Set Designerin ist, habe ich Echo immer als viel mehr gesehen und auch sie findet es schwierig, sich selbst in berufliche Schubladen zu stecken.
Ein Grund, aus dem ich sie euch vorstellen möchte, ist Echo’s Make-up. Es unterliegt keinen Regeln, ist immer anders und macht vor Nichts halt.
Ob es nun Federn sind, die ihre Augen schmücken…
oder die chinesische Flagge….
oder auch eine Maske aus gelber Farbe…
… Echo Morgan gehen die Ideen nie aus und mit ihr auszugehen war immer spannend, weil man nie wusste, was Miss Morgan aus ihrer Trick Schminkkiste holen würde.
Besonders viel Aufsehen erzeugte auch dieser Look.
(photo via Echo Morgan)
Alter Hut, denkt ihr? Schon hundert Mal gesehen? Ich kann euch versichern, dass ihr es erst seht, seitdem Echo vor vier Jahren das erste Mal mit diesem Make-up einen Club in London betrat. Dieses Foto ging um die Welt, wurde mehrmals und sogar in der Vogue abgedruckt und schaffte es zwischendurch auf die Startseite der berühmten Makeup-Marke MAC.
Echo erzählte mir, dass ihr die Idee zum Panda-Makeup kam, weil ihre Heimat Chengdu sich als Hauptstadt der Pandas sieht. Allgemein scheint ihr Heimatland China sie oft zu inspirieren, sowohl in ihrer Kunst als auch in ihrem Make-up (welches im Fall von Echo allerdings auch unter Kunst fallen sollte).
Hier noch ein paar weitere ungewöhnliche Ideen der Echo Morgan:
Auf einem Verlobungspicknick von Freunden trug Echo einmal die Deko eines Hochzeitskuchens als Hut
Ein weiteres Mal im Club ging sie als sowjetischer Offizier.

Zu ihrem Geburtstag war die Inspiration der Film “Das 5. Element” und Echo kam als eine der Stewardessen.
Ein anderes Mal wurde aus der schüchternen Künstlerin eine Fetischdarstellerin.
Um kurze Zeit später wieder zum traurigen Clown zu werden.

In einem Interview mit Dazed Digital wurde Echo einmal gefragt, was sie denn eigentlich so besonders machen würde. Ihre Antwort war: “Ich sehe aus wie eine chinesische Puppe, ich arbeite wie eine Maschine, ich kleide mich wie ein Entertainer, ich denke wie ein alter Dichter, ich esse wie ein Rugbyspieler.”
Echo ist in vielerlei Hinsicht eine Inspiration, aber vor allem steht sie dafür, dass man sich selbst keine kreativen Grenzen stecken sollte, auch wenn das bedeutet, dass man Kuchendeko auf dem Kopf trägt.





















1 Kommentar
Luisa SAYS:
Ach ich liebe Menschen die den Mut haben sich nicht Konventionen anzupassen. Ich wünschte den hätte ich auch öfters^^
16. Januar 2011 um 19:31
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