Marmorierte Fingernägel
Da wir ja in diesem Frühling scheinbar alle als „Engel für Charlie“ durch die Gegend laufen werden, gibt es einen Modetrend aus den 70ern, auf den ich mich in diesem Frühjahr einlassen werde: die marmorierten Fingernägel. Sie passen gut zu Plateausohlen, Roller Skates, Schlaghosen mit hohem Bund und einem Retro-Baseballshirt ohne BH.
Marmorierte Nägel zu bekommen: Das scheint erst einmal kein Problem zu sein. Aber es ist kein Projekt, an das man sich wagen sollte, wenn man nur wenig Zeit oder Geduld aufbringen kann. Ihr solltet beim ersten Mal – mindestens – mehrere Stunden einplanen, um so lange rumzuspielen, bis es für euch passt.
Hier einige Faktoren, die ihr berücksichtigen müsst:
Nagellack: Mit einigen Marken geht es besser als mit anderen. Einige kann man kombinieren, andere nicht. Hier hilft nur eins: Experimentiert mit euren Nagellacken herum.
Nagellackfarben: Denkt an die Farbenlehre und die Pigmentierung eurer Lacke. Karamell auf Beige ist zwar ganz schön 70er, aber ich stehe weder auf pastellige Perlmutt-Töne noch auf starke Kontrastfarben.
Wie es auf der Nagelhaut aussieht: Ihr werdet mehr Zeit mit der Reinigung als mit dem Lackieren verbringen, wenn ihr sie nicht richtig vorbereitet. Wenn ihr Nagelhaut und Finger vorher einölt, geht der Lack später leichter ab.
Ausrüstung: Stellt euch erst einmal eure Ausrüstung zusammen, bevor ihr loslegt. Das braucht ihr dazu:
unbedingt:
1. eine kleine Schale oder Tasse mit lauwarmem Wasser und Reservewasser (oder einen Wasserhahn in der Nähe), um nach jedem Finger nachzufüllen
2. Holzstäbchen (in rauen Mengen)
3. Wattebällchen/-pads (viele)
4. Mindestens zwei Nagellackfarben
5. Nagellackentferner
6. Öl (praktisch jedes geht)
7. Zeitung
nette Extras:
1. Abdeckpinsel
2. noch mehr Farben
3. Nagellackentferner-Stift
Arbeitsschritte:
1. Nägel und Nagelhaut reinigen, damit ihr eine gute Grundlage habt. Marmorierte Nägel und ungepflegte Hände – das geht gar nicht.
2. Nägel mit Nagellackentferner reinigen.
3. die Schale mit dem lauwarmen Wasser mit einer Zeitung als Unterlage in der Nähe einer Nachfüllquelle und eines Abfalleimers abstellen. So könnt ihr Stäbchen und Watte direkt entsorgen.
4. die Lackfläschchen gut schütteln und geöffnet auf die Zeitung stellen.
5. abwechselnd einen relativ großen Tropfen der verschiedenen Lacke auf die Wasseroberfläche tropfen und verlaufen lassen. Mit der nächsten Farbe wiederholen, sodass sich konzentrische Kreise bilden.
6. Wenn sich mehrere Farbringe auf dem Wasser gebildet haben, vorsichtig mit der Spitze eines Holzstäbchens über die Nagellackkreise gehen, damit Muster entstehen. Experimentiert dabei ein wenig mit Zeit und Druck. Wenn ihr zu lange wartet und zu tief eintaucht, bleibt der Lack am Stäbchen hängen.
7. Wenn ihr ein schönes Muster habt, schnell den Finger einölen, der eingetaucht werden soll. Vor dem Eintauchen überschüssiges Öl vom Nagel wischen.
8. dann den Finger mit dem Nagel in Richtung Lack eintauchen, ohne auf den Grund zu kommen.
9. Haltet den Finger so still wie möglich und versucht mit Stäbchen oder Wattepad den restlichen an der Oberfläche schwimmenden Nagellack zu entfernen.
10. den Finger aus dem Wasser ziehen. Dann schnell mit der Spitze eines Stäbchens Lack von Finger und Nagelhaut entfernen. Für den Nagelrand den Abdeckpinsel in Nagellackentferner tauchen und damit vorsichtig über Nagelrand und Nagelhaut fahren. So bekommt ihr einen sauberen Abschluss hin. (Tipp: Wenn ihr den Finger vorm Eintauchen eingeölt habt, könnt ihr den überschüssigen Lack mühelos noch im Wasser entfernen.)
11. trocknen lassen und Klarlack auftragen.
12. Prozedur mit jedem einzelnen Nagel wiederholen.
Das ist nicht mal eben gemacht, aber mit ein wenig Übung werdet ihr schneller. Es ist ja auch eher etwas, was man außer der Reihe macht und was nicht zum täglichen Schönheitsprogramm gehört. Aber Pomp und Exzess waren ja in den 1970ern angesagt, oder? Seht es als einen Modeexzess der 70er, den man gut in seinen Beauty-Alltag des neuen Jahrtausends aufnehmen kann.
Mehr Anleitungen für marmorierte Fingernägel findet ihr auf Youtube. Einfach „marmorierte Fingernägel“ in die Suchleiste eingeben – da werdet ihr einiges finden.












8 Kommentare
Lynne SAYS:
Well done, Jess! Love your final result in the picture!
6. April 2011 um 20:27
beautywoome SAYS:
Oh no! The image credit didn’t make it to the German version! Eek! Sadly, those are not my nails. My only camera — my iPhone 3G’s sad camera — is not good enough to capture things like nails.
The image is from this great website: http://www.lacquerized.com/
At the very least, it proves that marbled nails are possible! And, yes, I did do them on myself using a ’70s appropriate combo of beige and darker beige. =0)
6. April 2011 um 23:38
Jana SAYS:
Ich bin beeindruckt! Wie ich mich kenne, bin ich dafür leider zu ungeduldig.
10. April 2011 um 07:04
Moppi SAYS:
Bilder zu den Erklärungen wären schön!
21. April 2011 um 08:48
weneedthat SAYS:
wow, sind das deine eigenen Nägel auf dem Bild? Sieht auf jeden Fall super aus, probiere ich bei Gelegenheit auch mal!
27. April 2011 um 20:12
da lindchen SAYS:
die Nägel auf dem Foto wurden nicht marmoriert- das sieht eher nach stamping aus :/
und ich würde Nagellack generell lieber Nicht schütteln, sonst bekommt ihr unschöne Bläschen (vllt nicht beim marmorieren, aber definitiv beim lackieren)
ansonsten eine schöne Erklärung
2. Mai 2011 um 19:43
Lilly SAYS:
Also bei mir hat es nicht geklappt
der nagellack hat sich nicht richtig im wasser verteilt und auch sonst war es eine ziemlich Schweinerei;(
aber ansonsten finde ich die Idee echt gutm es bei mir nicht funktioniert hat??
kp warum es bei mir nicht funtioniert hat??*schade*
27. Mai 2011 um 12:58
xoxoHilal SAYS:
bei mir hats nicht geklappt, und hat ne richtige sauerrei ergeben
18. Juni 2011 um 16:00
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