Attraktiv durch die Schwangerschaft
Die Beauty-Vorsätze fürs neue Jahr stehen an! Allerdings könnten einige von uns in der Wahl ihrer sportlichen Betätigungen eingeschränkt sein – aufgrund von Schwangerschaft nämlich. Doch wenn der Arzt uns nicht gerade für den Rest der Zeit Schonung oder gar Bettruhe verordnet hat, sind Bewegung und Sport für den Körper kein Ding der Unmöglichkeit.
Zu diesem Thema habe ich Laurence Berger da Silva einige Fragen gestellt. Die 35 Jahre alte Französin ist als Personal Trainer für ownsport, ein Unternehmen für Heimsport-Coaching, tätig.
Gerade für eine Schwangere, die sich nicht mehr so gut durch die Stadt bewegen kann oder will, ist es äußerst praktisch, sich einen Personal Trainer nach Hause zu holen. Welche anderen Vorteile bietet so ein Service?
Zuerst einmal handelt es sich um Einzelstunden, die genau auf die Bedürfnisse einer Schwangeren abgestimmt sind. Gerade in dieser Zeit hat sie wegen der vielen Veränderungen in dieser Phase viele Fragen und fühlt sich vielleicht allein, besonders mit dem neuen Körpergefühl und den Extrapfunden. Bei den Einzelstunden in vertrauter Umgebung kann sie entspannen und ihre Ängste und Zweifel in Bezug auf die Schwangerschaft mitteilen. Und sie ist weniger gestresst, da sie nicht so hetzen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Fitness fahren muss.
Welche Erwartungen hat eine schwangere Frau an private Fitnessstunden?*
• Gewichtskontrolle, nicht mehr als 13–14 kg zunehmen
• Verhinderung von Krampfadern und Krämpfen dank besserer Durchblutung
• Stärkung des Bauchs
• Vermeidung von Rückenschmerzen
• Stärkung der Beckenbodenmuskulatur
• Stress- und Spannungsabbau durch Atem- und Konzentrationsübungen
• Körper und Gefühle unter Kontrolle halten
Welchen sportlichen Aktivitäten darf eine Schwangere nachgehen und was sollte sie besser meiden?
Im Haus bieten sich folgende Übungen an:
• Sanfte Gymnastik, also ohne Gewichte; Krafttraining oder Aerobic sind nicht gut für die Bänder
• Pilates für ein gutes Körpergefühl, die richtigen Atemtechniken und eine harmonische Körperhaltung
• Stretching oder Yoga; das ist perfekt für den Atem und die Sauerstoffversorgung der Muskeln. Man bleibt elastisch und ist stressresistenter
Und im Freien:
• Schwimmen und Wassergymnastik. Im Wasser fühlt man sich leichter!
• Walking fördert die Durchblutung und beugt schweren Beinen und Stress vor. Aber nie höher als auf 1000 bis 2000 Metern laufen, da das Baby sehr viel Sauerstoff benötigt
• Im Frühstadium der Schwangerschaft ist Radfahren gut für das Herz
Schwangere sollten alle Sportarten meiden, die leicht zu einem Sturz oder Schock führen können, beispielsweise Klettern, Skifahren, Inline-Skating, Joggen, Schlittschuhlaufen … Jede intensive Belastung führt zu mehr Kontraktionen der Gebärmutter.
Ich vermute mal, dass die Möglichkeiten je nach Stadium der Schwangerschaft variieren?
In den ersten drei Monaten mit sanfter Gymnastik zu beginnen ist die beste Vorsorge gegen Hexenschuss, Schmerzen und Haltungsfehler. Das ist nicht immer ganz einfach, da viele Schwangere in der Zeit mit Übelkeit zu kämpfen haben. Die nächsten drei Monate sind die beste Zeit für sportliche Aktivitäten: Die Hormone sind stabiler und das Kind „verbraucht“ noch nicht so viel. In den letzten drei Monaten sind einige körperliche Bewegungen aufgrund des größeren Bauchumfangs nicht mehr möglich. Wichtig für eine gute Sauerstoffzufuhr ist, dass die Übungen in einem ruhigen und gut belüfteten Raum durchgeführt werden. Außerdem ist man viel schneller erschöpft und sollte unbedingt auf kurze Übungen mit Erholungsphasen dazwischen achten.
Außerdem ist es besser, die Übungen morgens zu machen, da ist eine Schwangere noch besser in Form. Der Körper wird im Laufe des Tages aufgrund von Mahlzeiten, Wasserablagerungen und hormonellen Schwankungen immer schwerer.
Welche Körperbereiche stehen bei deinen privaten Trainingsstunden besonders im Vordergrund?
Ich beginne eine Privatstunde immer mit einem dynamischen Aufwärmtraining bei Musik. Dann kommen ein paar Stretchübungen. Anschließend konzentrieren wir uns verstärkt auf einzelne Körperbereiche, wozu vor allem der Rücken, das Becken und der Dammbereich zählen.
Eine Übung für den Rücken: hüftbreit hinstellen und die Wirbelsäule in Richtung Boden abrollen.
Für das Becken: auf den Boden setzen und das Becken vor und zurück bewegen.
Für den Dammbereich: einen Ball zwischen Beine, Knie und Knöchel klemmen und zusammendrücken, bis man den Dammbereich spürt.
Dann sollte man mit Entspannungsübungen an der Atemtechnik feilen und endet beispielsweise mit der Kindchenstellung oder der Dehnung des seitlichen Rückens.
Vielen Dank an Laurence für ihre Tipps! Habt ihr auch schon einmal daran gedacht, euch während der Schwangerschaft durch ein Personal Training gelenkig zu halten und was für die Figur zu tun?
*Fragt immer erst euren Arzt, bevor ihr euch in der Schwangerschaft sportlich betätigt.












1 Kommentar
Mumme SAYS:
*kopfschüttel*
schon mal dran gedacht, dass es frauen gibt, die in der schwangerschaft gaaaanz andere probs haben, als dass sie ein kilochen zuviel zunehmen??
27. Januar 2011 um 21:20
Hinterlasse einen Kommentar
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.